Ich melde mich mal wieder

Die Studie DSMM XII ist ja für mich im letzten Jahr ausgelaufen und deßhalb gibt es zu diesem Thema eigentlich nichts mehr zu schreiben. Bis vor einem Jahr war ich in sehr guter Remission und im Mai 2014 musste ich wieder mit Therapien beginnen. Da anscheinend durch PET CT Nachweis auch extramedulläre Herde vorlagen, wurde die Angelegenheit 2014 ernster und im Dezember wurde nochmal mit dreifach HD Mobilisierungschemo ein Stammzellsammelversuch gemacht.
Aber außer der Chemo Anfang Dezember 2014 konnten keine Stammzellen gesammelt werden, weil zu wenig CD34 positive Stammzellen ins Blut ausgeschwemmt wurden. Die Sache wurde am 23.12.2014 abgebrochen.
Am 23.01.2015 war dann nochmal eine PET CT Kontrolle und da waren noch 3 bis 4 kleine aktive Herde sichtbar.

Ich habe bis heute, also über 3 Monate später noch keinen Befund und keine Nachricht aus Würzburg vom Arzt erhalten.
Ich habe auch mit voller Absicht nicht nachgehakt und war eigentlich froh nichts zu hören und keine erneute Einberufung in die Klinik zu erhalten.

Ich habe mit Absicht eine Pausenzeit und volle Erholung von der Chemo im Dezember eingelegt und ich muß sagen, es geht mir überraschend gut. Ich fühle mich wohl und spüre keine gravierenden Schmerzen an irgendwelchen scheinbar noch aktiven Stellen.
Auch beim abtasten des Oberkörpers und Kopfes sind keinerlei geschwollene Lymphknoten oder Beulen zu ertasten.

Eine Weile werde ich es noch so durchziehen und ohne weitere ärztliche Obhut verweilen. Mein Bauchgefühl sagt mir irgendwie seit geraumer Zeit, daß jetzt intensive Chemos und andere Medikamenten-Bomdardierungen mich eher schneller zerstören als noch längere Zeit am Leben lassen.
Ich habe ja seit Jahren die Bücher von Frau Dr. Budwig(+)und weiß, was da drinsteht und welche Erfolge sie anscheinend belegt mit der strengen Öl-Eiweiß Methode hatte. Ich nehme ja schon seit Jahren immer ein wenig Leinöl ins morgendliche Müsli, aber das reicht natürlich bei weitem nicht aus, wenn ich auf Zucker und sonstige Süßigkeiten und schlechte Fette Speisen in Restaurants und Keksen u.s.w. nicht strikt verzichte.
Aber es ist schwer in der Familie sowas als Einzelner durchzuziehen und ich habe es noch nicht geschafft das Experiment endlich mal zu starten. Aber es wäre einen Versuch wert für mich und für andere auch.
Wenn es nicht helfen sollte, dann kann ich mir wenigstens nicht den Vorwurf machen ich hätte es nicht versucht.

Im Moment geht es mir recht gut und ich spüre keine Symtome. Sollte sich meine Lage in den nächsten Monaten natürlich drastisch verschlimmern, dann werde ich wohl wieder nach Würzburg fahren müssen um mich wieder der Schulmedizin unterwerfen zu müssen. Aber schon wenn ich an das Wort Bendamustin denke, habe ich ein sehr ungutes Gefühl. Ich habe zuviele Patienten gekannt oder von ihnen gehört, die in der Spätphase von ihrem myelom nochmal mit Bendamustin behandelt wurden, quasi als letztes Mittel der Wahl. Und die meisten waren dann einige Monate später tot, obwohl sie 3 Monate vorher noch selbst auf den Beinen durch die Klinik laufen konnten und man ihnen eigentlich nichts ansah.

Mal sehen, für was ich mich jetzt in den kommenden Monaten wirklich entscheide?